AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen mit Kundeninformationen
Stand: 29. Oktober 2025
Inhaltsübersicht
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Geltungsbereich der AGB
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Kontakt- und Serviceangaben
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Allgemeine Hinweise zu Angeboten und Bestellungen
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Bestellvorgang und Vertragsschluss
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Vertragstext und Vertragssprache
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Kundenkonto
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Informationen zu Preisen und Versandkosten
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Versorgung auf Rezept / Abrechnung mit der gesetzlichen Krankenkasse
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Zahlungsarten und Zahlungsbedingungen
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Eigentumsvorbehalt
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Lieferung, Warenverfügbarkeit
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Erwerb von Guthaben
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Verkauf von Gutscheinen
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Herstellung und Verarbeitung nach Vorgaben des Kunden
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Aktionsgutscheine
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Widerrufsbelehrung
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Änderung der AGB
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Schlussbestimmungen
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Streitschlichtung und Verbraucherstreitbeilegung
1. Geltungsbereich der AGB
Für die Geschäftsbeziehung zwischen Perücken-Welt (nachfolgend bezeichnet als „Verkäufer") und dem nachfolgend als "Kunde" bezeichneten Erwerber der Produkte und Leistungen des Verkäufers (nachfolgend bezeichnet als "Produkte" oder "Waren") gelten ausschließlich die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend bezeichnet als "AGB").
Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, auch nicht wenn der Verkäufer seine Leistung widerspruchslos erbringt, es sei denn, der Verkäufer stimmt der Geltung der abweichenden Bedingungen des Kunden ausdrücklich zu.
"Verbraucher" im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.
"Unternehmer" im Sinne der AGB ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
2. Kontakt- und Serviceangaben
E-Mail-Adresse: kontakt@peruecken-welt.de
Telefonnummer: 035121727332
3. Allgemeine Hinweise zu Angeboten und Bestellungen
Die Darstellung der Produkte im Shop, auf Webseiten und in digitalen oder gedruckten Broschüren bzw. Katalogen oder vergleichbaren Produktpräsentationen des Verkäufers stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung und damit des Angebotes des Kunden.
Die Kunden sind verantwortlich, dass die von ihnen bereitgestellten Angaben zutreffend sind und etwaige Änderungen dem Verkäufer mitgeteilt werden, wenn sie zu dessen Vertragserfüllung erforderlich sind. Insbesondere haben die Kunden sicherzustellen, dass die angegebenen E-Mail- und Lieferadressen zutreffend sind und etwaige Empfangsverhinderungen, die Kunden zu vertreten haben, entsprechend berücksichtigt werden (z. B. durch Kontrolle des Spamordners der verwendeten E-Mailsoftware).
Die Kunden werden gebeten, die Hinweise im Rahmen des Bestellprozesses sorgfältig zu lesen und zu beachten sowie bei Bedarf die vorhandenen Unterstützungsfunktionen ihrer Soft- und Hardware zu verwenden (z. B. Vergrößerungs- oder Vorlesefunktionen). Erforderliche Angaben werden vom Verkäufer als solche für den Kunden angemessen erkennbar gekennzeichnet (z. B. durch optische Hervorhebung und/oder Sternchen-Zeichen). Bis zum Absenden der Bestellung können die Kunden die Produktauswahl sowie ihre Eingaben jederzeit ändern und einsehen sowie im Bestellprozess zurückgehen oder den Bestellvorgang insgesamt abbrechen. Hierzu können die Kunden die ihnen bereitstehenden und üblichen Funktionen ihrer Software und/oder des Endgerätes verwenden (z. B. die Vor- und Zurücktasten des Browsers oder Tastatur-, Maus- und Gestenfunktionen bei Mobilgeräten). Ferner können unerwünschte Eingaben durch Abbruch des Bestellvorgangs korrigiert werden.
4. Bestellvorgang und Vertragsschluss
Der Kunde kann aus den im Sortiment des Verkäufers angebotenen Produkten auswählen und diese in einem sogenannten Warenkorb sammeln. In der Auswahl innerhalb des Warenkorbes kann die Produktauswahl verändert, z. B. gelöscht werden. Andernfalls kann der Kunde den Abschluss des Bestellvorgangs einleiten.
Indem der Kunde auf die den Bestellvorgang abschließende Schaltfläche klickt, gibt er ein verbindliches Angebot zum Erwerb der sich im Warenkorb befindlichen Produkte gegenüber dem Verkäufer ab.
Ein Vertrag zwischen dem Kunden und dem Verkäufer kann auch per E-Mail geschlossen werden. Der Kunde kann ein verbindliches Angebot an den Verkäufer per E-Mail übermitteln oder – im Fall der Übermittlung eines verbindlichen Angebotes durch den Verkäufer – dieses per E-Mail annehmen.
Ein Vertrag zwischen dem Kunden und dem Verkäufer kann auch per Telefon geschlossen werden. Der Kunde kann ein verbindliches Angebot dem Verkäufer per Telefon unterbreiten oder – im Fall der Unterbreitung eines verbindlichen Angebotes durch den Verkäufer – dieses per Telefon annehmen.
Ein Vertrag zwischen dem Kunden und dem Verkäufer kann auch mittels Angaben in einem Kontaktformular geschlossen werden. Der Kunde kann ein verbindliches Angebot an den Verkäufer per Kontaktformular übermitteln oder – im Fall der Übermittlung eines verbindlichen Angebotes durch den Verkäufer – dieses per Kontaktformular annehmen.
Ein Vertrag zwischen dem Kunden und dem Verkäufer kann auch auf postalischem Wege geschlossen werden. Der Kunde kann ein verbindliches Angebot an den Verkäufer auf postalischem Wege übermitteln oder – im Fall der Übermittlung eines verbindlichen Angebotes durch den Verkäufer – dieses auf postalischem Wege annehmen.
5. Vertragstext und Vertragssprache
Der Verkäufer speichert den Vertragstext und stellt ihn dem Kunden nach Vertragsschluss in Textform (z. B. per E-Mail) zur Verfügung. Eine gedruckte Ausfertigung wird nicht automatisch mitgeliefert.
Der Kunde kann den Vertragstext vor der Abgabe der Bestellung außerdem selbst speichern oder ausdrucken, indem er im letzten Schritt der Bestellung die Speicher- bzw. Druckfunktion seines Browsers nutzt.
Die Vertragssprache ist Deutsch. Verträge können in dieser Sprache geschlossen werden.
6. Kundenkonto
Der Verkäufer stellt den Kunden ein Kundenkonto zur Verfügung. Innerhalb des Kundenkontos werden den Kunden Informationen über die Bestellungen und ihre beim Verkäufer gespeicherten Kundendaten zur Verfügung gestellt. Die im Kundenkonto gespeicherten Informationen sind nicht öffentlich.
Um eine Bestellung tätigen zu können, müssen Kunden ein Kundenkonto anlegen. Eine Gastbestellung ist nicht möglich.
Die Kunden sind verpflichtet, im Kundenkonto wahrheitsgemäße Angaben zu machen und die Angaben an Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse anzupassen, soweit dies erforderlich ist (z. B. die geänderte E-Mail-Adresse im Falle eines Wechsels oder die geänderte Postanschrift vor einer Bestellung). Kunden sind für eventuelle Nachteile, die aufgrund fehlerhafter Angaben entstehen, verantwortlich.
Kunden sind für ihre Kundenkonten im Rahmen ihres Einflussbereiches und soweit ihnen die Verantwortung zumutbar ist, verantwortlich. Es obliegt den Kunden, bei der Benutzung von Zugangsdaten zum Kundenkonto größtmögliche Sorgfalt walten zu lassen und jedwede Maßnahme zu ergreifen, welche den vertraulichen, sicheren Umgang mit den Daten gewährleistet und deren Bekanntgabe an Dritte verhindert. Die Kunden sind verpflichtet, den Verkäufer umgehend zu informieren, wenn Anlass zu der Vermutung besteht, dass ein Dritter Kenntnis von Zugangsdaten hat und/oder das Kundenkonto missbraucht.
Kunden können das Kundenkonto jederzeit kündigen. Der Verkäufer kann das Kundenkonto jederzeit mit einer angemessenen Frist, die in der Regel zwei Wochen beträgt, kündigen. Die Kündigung muss für den Kunden zumutbar sein. Der Verkäufer behält sich die Kündigung aus außerordentlichen Gründen vor.
7. Informationen zu Preisen und Versandkosten
Alle Preisangaben verstehen sich, vorbehaltlich anderslautender Angaben, als Gesamtpreise einschließlich der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer (MwSt.).
Originalpreis (durchgestrichener Preis):
Auf Produktseiten kann ein durchgestrichener Preis angezeigt werden („Originalpreis“). Dabei handelt es sich um den regulären, üblichen Verkaufspreis der jeweiligen Perücke ohne eine aktuell angewendete Rabatt- oder Sonderaktion. Der Originalpreis ist also der normale Preis, zu dem die Perücke regulär angeboten wird.
Rabattpreis (zeitlich begrenzter Aktionspreis):
Neben dem durchgestrichenen Originalpreis kann ein reduzierter aktueller Preis („Rabattpreis“) angezeigt werden.
Der Rabattpreis ist ein zeitlich begrenzter Aktionspreis und gilt bei einem regulären Kauf als Selbstzahlerin (Privatkauf). Die Kundin zahlt dabei den ausgewiesenen Rabattpreis direkt an den Verkäufer und erhält eine Rechnung über diesen Betrag.
Dieser Kauf zum Rabattpreis ist keine direkte Versorgung über Rezept mit Abrechnung über die gesetzliche Krankenkasse.
Wenn die Kundin die Perücke als Kassenleistung auf Rezept über ihre gesetzliche Krankenkasse abrechnen lassen möchte (also eine Kassenversorgung), gelten die Bedingungen in Ziffer 8 („Versorgung auf Rezept / Abrechnung mit der gesetzlichen Krankenkasse“). Dabei gilt insbesondere:
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Für die Abrechnung mit der gesetzlichen Krankenkasse ist grundsätzlich der Originalpreis (also der reguläre, nicht rabattierte Verkaufspreis) die Grundlage.
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Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt nur den Betrag, den sie im Rahmen der Kostenübernahme bewilligt.
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Liegt der zeitlich begrenzte Rabattpreis der ausgewählten Perücke über dem von der gesetzlichen Krankenkasse bewilligten Betrag, zahlt die Kundin die Differenz zwischen dem bewilligten Kassenbetrag und dem höheren Rabattpreis selbst. Diese Differenz wird als Mehrkosten von der Kundin getragen.
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Liegt der Rabattpreis auf oder unter dem von der gesetzlichen Krankenkasse bewilligten Betrag, entstehen für die Perücke selbst keine Mehrkosten für die Kundin (unabhängig davon kann die gesetzliche Zuzahlung anfallen, siehe unten).
Zusätzlich fällt bei einer Abrechnung über die gesetzliche Krankenkasse eine gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlung in Höhe von 10,00 € pro Abrechnung an. Diese gesetzliche Zuzahlung entfällt nur, wenn die Kundin von der gesetzlichen Krankenkasse als zuzahlungsbefreit anerkannt ist.
Bearbeitungs- und Beratungsgebühr in Sonderfällen:
Liegt der Originalpreis der gewählten Perücke (also der reguläre, nicht rabattierte Verkaufspreis) unter dem Betrag, den die gesetzliche Krankenkasse laut Rezept bzw. Kostenbewilligung grundsätzlich übernehmen würde, kann zusätzlich eine Bearbeitungs- und Beratungsgebühr für Rezeptprüfung, Dokumentation, Beratung und Abwicklung berechnet werden.
Diese Gebühr dient ausschließlich der administrativen Abwicklung und überschreitet niemals den Betrag, der von der gesetzlichen Krankenkasse für diese Versorgung vorgesehen ist. Die Kundin wird dadurch nicht über den von der gesetzlichen Krankenkasse vorgesehenen Rahmen hinaus belastet (abgesehen von der gesetzlichen Zuzahlung von 10,00 €, sofern keine Befreiung vorliegt).
Versandkosten:
Etwaig anfallende Versand- und Lieferkosten sowie ggf. Zuschläge (z. B. für bestimmte Lieferarten oder Lieferziele) werden dem Kunden im Bestellprozess gesondert angezeigt, bevor die Bestellung verbindlich ausgelöst wird.
8. Versorgung auf Rezept / Abrechnung mit der gesetzlichen Krankenkasse
Wenn eine Perücke nicht ausschließlich privat gekauft wird, sondern als Kassenleistung auf Grundlage eines ärztlichen Rezepts über die gesetzliche Krankenkasse der Kundin abgerechnet werden soll, gelten die folgenden Regelungen:
8.1 Direktabrechnung über Rezept (gesetzliche Krankenkasse)
Bei der Rezeptversorgung rechnet der Verkäufer direkt mit der gesetzlichen Krankenkasse der Kundin ab.
Grundlage für diese Abrechnung ist grundsätzlich der Originalpreis der ausgewählten Perücke (also der reguläre, nicht rabattierte Verkaufspreis).
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt dabei nur den Betrag, den sie im Rahmen der Kostenübernahme bewilligt.
8.2 Mehrkosten der Kundin
Maßgeblich für mögliche Mehrkosten ist der tatsächliche Rabattpreis der konkret ausgewählten Perücke (zeitlich begrenzter Aktionspreis):
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Liegt der Rabattpreis der ausgewählten Perücke über dem Betrag, den die gesetzliche Krankenkasse im Rahmen der Kostenübernahme bewilligt, zahlt die Kundin die Differenz zwischen diesem bewilligten Kassenbetrag und dem höheren Rabattpreis als eigene Mehrkosten.
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Liegt der Rabattpreis auf oder unter dem Betrag, den die gesetzliche Krankenkasse bewilligt, entstehen für die Perücke selbst keine Mehrkosten für die Kundin.
Mehrkosten fallen also ausschließlich dann an, wenn der Rabattpreis der gewünschten Perücke höher ist als der von der gesetzlichen Krankenkasse übernommene Betrag.
8.3 Gesetzliche Zuzahlung (10,00 €) und Gesamtbetrag für die Kundin
Bei der Versorgung über die gesetzliche Krankenkasse fällt eine gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlung in Höhe von 10,00 € pro Abrechnung an.
Diese gesetzliche Zuzahlung entfällt nur, wenn die Kundin von der gesetzlichen Krankenkasse als zuzahlungsbefreit anerkannt ist.
Der Betrag, den die Kundin selbst zahlen muss, setzt sich damit wie folgt zusammen:
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die ggf. anfallenden Mehrkosten nach Ziffer 8.2 (falls der Rabattpreis höher ist als der von der gesetzlichen Krankenkasse bewilligte Betrag), plus
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die gesetzliche Zuzahlung von 10,00 € (sofern keine Zuzahlungsbefreiung vorliegt).
Das bedeutet konkret:
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Wenn keine Mehrkosten entstehen (weil der Rabattpreis auf oder unter dem bewilligten Betrag der Krankenkasse liegt) und keine Befreiung vorliegt, zahlt die Kundin ausschließlich die gesetzliche Zuzahlung von 10,00 €.
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Wenn eine Zuzahlungsbefreiung vorliegt und keine Mehrkosten entstehen, muss die Kundin nichts zahlen.
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Wenn Mehrkosten entstehen und keine Befreiung vorliegt, zahlt die Kundin die Summe aus Mehrkosten + 10,00 € gesetzlicher Zuzahlung.
8.4 Rabattpreis ist kein automatischer Krankenkassenpreis
Der Rabattpreis ist ein zeitlich begrenzter Aktionspreis aus dem Privatverkauf. Er wird nicht automatisch gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse abgerechnet.
Für die Abrechnung mit der gesetzlichen Krankenkasse ist maßgeblich, welcher Betrag von der Krankenkasse im Rahmen der Rezeptversorgung bewilligt wird.
Liegt der Rabattpreis der gewählten Perücke über diesem bewilligten Betrag, entsteht die oben beschriebene Differenz als Mehrkosten der Kundin (siehe Ziffer 8.2); zusätzlich ist die gesetzliche Zuzahlung nach Ziffer 8.3 zu leisten, sofern keine Befreiung vorliegt.
8.5 Erforderliche Unterlagen der Kundin
Für die Versorgung über die gesetzliche Krankenkasse ist ein gültiges ärztliches Rezept im Original erforderlich.
Je nach Vorgaben der gesetzlichen Krankenkasse kann es notwendig sein, dass die Kundin zur Prüfung der Kostenübernahme bestimmte Informationen oder Nachweise bereitstellt, z. B. Fotos zur Dokumentation des Haarverlusts.
Liegen ein gültiges Rezept im Original und die von der gesetzlichen Krankenkasse angeforderten persönlichen Nachweise nicht vollständig vor, lehnt die gesetzliche Krankenkasse die Kostenübernahme ab.
8.6 Originalpreis niedriger als Kassenrahmen
Liegt der Originalpreis der Perücke niedriger als der Betrag, den die gesetzliche Krankenkasse grundsätzlich übernehmen würde, kann der Verkäufer eine angemessene Bearbeitungs- und Beratungsgebühr für Beratung, Dokumentation und Abwicklung berechnen.
Diese Gebühr wird nur erhoben, soweit rechtlich zulässig, und bleibt innerhalb des Betrags, den die gesetzliche Krankenkasse für diese Versorgung vorsieht. Die Kundin wird dadurch nicht oberhalb des von der gesetzlichen Krankenkasse bewilligten Rahmens belastet; zusätzlich gilt Ziffer 8.3 (gesetzliche Zuzahlung bzw. Befreiung).
8.7 Klärung mit der gesetzlichen Krankenkasse / weiteres Vorgehen
Der Verkäufer hat mit den gesetzlichen Krankenkassen Versorgungsverträge. Die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse ist möglich, sofern ein Anspruch auf Versorgung besteht und alle Voraussetzungen erfüllt sind.
Verzögerungen oder eine zunächst zurückgestellte Entscheidung der Krankenkasse entstehen im Wesentlichen in zwei Situationen:
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wenn der Versicherungsstatus der Kundin nicht geklärt ist (z. B. Beitragsrückstände oder ruhender Anspruch), oder
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wenn die von der gesetzlichen Krankenkasse angeforderten persönlichen Nachweise (z. B. Rezept im Original, medizinische Begründung, Fotos zur Dokumentation des Haarverlusts) noch nicht vollständig vorliegen.
In solchen Fällen stimmt der Verkäufer das weitere Vorgehen mit der Kundin ab, unterstützt die Kundin bei der Nachreichung erforderlicher Unterlagen und – soweit zulässig – bei der Einlegung eines Widerspruchs gegen eine zunächst zurückgestellte oder ablehnende Entscheidung der Krankenkasse. Wenn die Anspruchsvoraussetzungen vorliegen und die erforderlichen Nachweise erbracht werden, kann die Kostenübernahme im Rahmen des Widerspruchs bewilligt werden.
Erst wenn nach Abschluss dieser Klärung feststeht, dass keine Abrechnung über die gesetzliche Krankenkasse möglich ist (z. B. weil kein Leistungsanspruch besteht), hat die Kundin folgende Möglichkeiten:
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die Perücke als Privatkauf zum dann geltenden Rabattpreis (soweit verfügbar) übernehmen, oder
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vom Vertrag zurücktreten, sofern es sich nicht um individuell angepasste oder bereits geöffnete, aus hygienischen Gründen von der Rückgabe ausgeschlossene Ware handelt (siehe Widerrufsbelehrung / Hygieneausschluss).
Wichtig:
Wenn eine Abrechnung mit der gesetzlichen Krankenkasse nur deshalb nicht möglich ist, weil die Kundin die für die Kostenübernahme erforderlichen Unterlagen oder persönlichen Nachweise (z. B. Rezept im Original, medizinische Begründungen, Fotos) nicht oder nicht vollständig bereitgestellt hat, besteht kein Anspruch der Kundin auf Rücktritt statt Zahlung. In diesem Fall gilt insbesondere kein zusätzliches Rückgaberecht über die gesetzlichen Widerrufs- und Gewährleistungsrechte hinaus und kein Anspruch darauf, vom Vertrag allein wegen unterlassener Mitwirkung zurückzutreten.
9. Zahlungsarten und Zahlungsbedingungen
Beim Einsatz von Finanzinstituten und anderen Zahlungsdienstleistern gelten im Hinblick auf die Bezahlung zusätzlich die Geschäftsbedingungen und Datenschutzhinweise der Zahlungsdienstleister. Kunden werden gebeten, diese Regelungen und Hinweise sowie die Informationen im Rahmen des Bezahlungsvorgangs zu beachten. Dies insbesondere, weil die Zurverfügungstellung von Zahlungsmethoden oder der Ablauf des Zahlungsverfahrens auch von den Vereinbarungen zwischen dem Kunden und Finanzinstituten und Zahlungsdienstleistern abhängig sein können (z. B. vereinbarte Ausgabelimits, ortsbeschränkte Zahlungsmöglichkeiten, Verifizierungsverfahren etc.).
Der Kunde sorgt dafür, dass er die ihm obliegenden Voraussetzungen erfüllt, die zur erfolgreichen Bezahlung mittels der gewählten Zahlungsart erforderlich sind. Hierzu gehören insbesondere die hinreichende Deckung von Bank- und anderen Zahlungskonten, Registrierung, Legitimierungen und Autorisierung bei Bezahldiensten sowie die Bestätigung von Transaktionen.
Sollte eine Zahlung aufgrund mangelnder Deckung des Kontos des Kunden, Angabe einer falschen Bankverbindung oder eines unberechtigten Widerspruchs des Kunden nicht durchgeführt oder zurückgebucht werden, dann trägt der Kunde die hierdurch entstandenen Gebühren, sofern er die fehlgeschlagene oder rückabgewickelte Buchung zu verantworten hat und im Fall einer SEPA-Überweisung rechtzeitig über die Überweisung informiert wurde (sogenannte "Pre-Notification").
Sofern der Verkäufer seinen Zahlungsanspruch gegenüber den Kunden an Zahlungsdienstleister abtritt, kann die Zahlung mit schuldbefreiender Wirkung nur an den jeweiligen Zahlungsdienstleister geleistet werden. Die Vertragspflichten des Verkäufers gegenüber dem Kunden, insbesondere die Leistungs- und Gewährleistungspflichten, Beachtung von Widerrufen sowie vertragliche Nebenpflichten, werden durch die Abtretung nicht beeinflusst.
Der Verkäufer behält sich vor, Zahlungsarten nur ab oder bis zu einem bestimmten Bestellwert anzubieten. In diesem Fall wird der Verkäufer die Kunden auf eine entsprechende Zahlungsbeschränkung bis zum Beginn des Bestellvorgangs hinweisen. Das Recht von Verbrauchern auf ein kostenloses, gängiges und zumutbares Zahlungsmittel wird nicht eingeschränkt.
Vorkasse
Wurde Zahlung per Vorkasse mittels einer Banküberweisung vereinbart, wird der Zahlungsbetrag, vorbehaltlich einer ausdrücklich getroffenen anderslautenden Vereinbarung, bereits mit Vertragsschluss fällig. Der Verkäufer teilt dem Kunden seine Bankverbindung mit. Die Lieferung erfolgt nach Zahlungseingang. Wenn die Vorkassezahlung trotz Fälligkeit auch nach erneuter Aufforderung nicht bis zu einem Zeitpunkt von 10 Kalendertagen nach Absendung der Bestellbestätigung beim Verkäufer eingegangen ist, tritt der Verkäufer vom Vertrag zurück mit der Folge, dass die Bestellung hinfällig ist und den Verkäufer keine Lieferpflicht trifft. Die Bestellung ist dann für den Kunden und den Verkäufer ohne weitere Folgen erledigt.
SEPA-Lastschriftverfahren
Mit der Abgabe der Bestellung erteilt der Kunde dem Verkäufer ein SEPA-Lastschriftmandat. Mit der Erteilung des SEPA-Lastschriftmandats wird der Verkäufer berechtigt, die Zahlungstransaktion einzuleiten, wodurch das Bankkonto des Kunden automatisch belastet wird. Der Kunde wird über das Datum der Belastung des Bankkontos informiert (bezeichnet als "Pre-Notification"). Die Pre-Notification ist nicht formgebunden und kann z. B. in Form einer Rechnung, Angaben in einer E-Mail, auf einer Webseite oder in AGB erfolgen. Die Frist für die Vorabankündigung über das Datum der Belastung des Bankkontos beträgt 5 Tage (bezeichnet als "Pre-Notification-Frist"). Der Rechnungsbetrag wird nach Erteilung des Lastschriftmandats, jedoch nicht vor Ablauf der Pre-Notification-Frist fällig. Die Kontobelastung erfolgt nachdem der Kunde die Ware erhalten hat, jedoch nicht vor Ablauf der Pre-Notification-Frist. Der Verkäufer behält sich vor, bei der Auswahl der Zahlungsart SEPA-Lastschrift eine Bonitätsprüfung durchzuführen und die Zahlungsart bei negativer Bonitätsprüfung dem Kunden nicht anzubieten.
Kauf auf Rechnung
Der Rechnungsbetrag wird, nachdem das Produkt geliefert sowie in Rechnung gestellt wurde, fällig und ist vom Kunden innerhalb von 7 Tagen ohne Abzug durch Zahlung auf das Bankkonto des Verkäufers zu begleichen, sofern nichts anderes vereinbart ist. Der Verkäufer behält sich vor, bei der Auswahl der Zahlungsart Kauf auf Rechnung eine Bonitätsprüfung durchzuführen und die Zahlungsart bei negativer Bonitätsprüfung dem Kunden nicht anzubieten.
Kreditkartenzahlung
Mit Abgabe der Bestellung geben Kunden ihre Kreditkartendaten an. Die Kreditkarte des Kunden wird unmittelbar nach Versendung der Ware und nach dessen Autorisierung als rechtmäßiger Karteninhaber belastet.
Klarna
Die Zahlung wird über den Zahlungsdienstleister Klarna AB, Sveavägen 46, Stockholm, Schweden ("Klarna") mittels der bereitgestellten bzw. von Kunden gewählten Art der Klarna-Zahlung durchgeführt. Es gelten die Nutzungsbedingungen von Klarna, die dem Kunden im Rahmen des Zahlungsprozesses mitgeteilt werden.
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Klarna PayNow Kreditkarte: Der Kunde muss sich zur Durchführung der Zahlung als rechtmäßiger Karteninhaber ausweisen, bevor die Zahlungstransaktion durchgeführt und das Konto des Kunden automatisch belastet wird.
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Klarna PayNow Lastschrift: Der Kunde erteilt Klarna ein SEPA-Lastschriftmandat. Mit der Erteilung des SEPA-Lastschriftmandats wird Klarna berechtigt, die Zahlungstransaktion einzuleiten, wodurch das Bankkonto des Kunden automatisch belastet wird. Der Kunde wird über das Datum der Belastung des Bankkontos informiert ("Pre-Notification").
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Klarna Rechnung: Voraussetzung ist eine erfolgreiche Prüfung der Adresse und der Bonität des Kunden durch Klarna. Bei einem Rechnungskauf erhalten die Kunden zuerst die Ware. Das Zahlungsziel beträgt 14 Tage, sofern im Rahmen des Zahlungsvorgangs nichts anderes vereinbart wurde. Der Verkäufer tritt seinen Zahlungsanspruch an Klarna ab. Eine schuldbefreiende Zahlung kann nur an Klarna entsprechend den Konditionen von Klarna erfolgen.
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Klarna Ratenzahlung: Voraussetzung für Klarna Ratenkauf ist eine erfolgreiche Prüfung der Adresse und der Bonität des Kunden durch Klarna. Der Verkäufer tritt seinen Zahlungsanspruch gegenüber dem Kunden an Klarna ab. Eine schuldbefreiende Zahlung kann nur an Klarna entsprechend den Konditionen von Klarna erfolgen.
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Klarna Sofortüberweisung (Sofort): Die Zahlung wird mithilfe von Online-Banking-Daten durch den Anbieter Sofort GmbH unmittelbar nach der Bestellung durchgeführt, entsprechend den Konditionen von Klarna Sofortüberweisung.
PayPal
Die Zahlung wird über den Zahlungsdienstleister PayPal (Europe) S.à r.l. et Cie, S.C.A., 22-24 Boulevard Royal, L-2449 Luxembourg ("PayPal") mittels der bereitgestellten bzw. von Kunden gewählten Art der PayPal-Zahlung durchgeführt. Kunden werden am Ende des Bestellvorgangs direkt zu PayPal weitergeleitet.
Für Kunden, die über ein PayPal-Konto verfügen, gelten die Nutzungsbedingungen von PayPal. Sofern Kunden PayPal-Dienste in Anspruch nehmen, ohne über ein PayPal-Konto zu verfügen, gelten die entsprechenden Nutzungsbedingungen für Gastzahlungen.
PayPal Express, PayPal Plus (PayPal), PayPal Plus (Lastschrift), PayPal Plus (Kreditkarte), PayPal Plus (Kauf auf Rechnung), PayPal Ratenzahlung: Es gelten jeweils die Konditionen von PayPal. Teilweise ist eine erfolgreiche Adress- und Bonitätsprüfung Voraussetzung; der Verkäufer kann seine Zahlungsansprüche gegenüber PayPal abtreten.
Apple Pay
Die Nutzung von Apple Pay setzt die Registrierung für diese Zahlungsart voraus. Die Zahlungstransaktion wird auf Grundlage der Konditionen von Apple Pay durchgeführt.
Mahnkosten, Verzugsfolgen
Kosten, die durch Mahnung fälliger Forderungen entstehen, werden den Kunden in Rechnung gestellt. Der Verkäufer ist berechtigt, Mahnkosten in pauschaler Höhe von 10 Euro geltend zu machen. Den Kunden bleibt der Nachweis keiner bzw. geringerer Kosten vorbehalten.
Der Verkäufer ist berechtigt, bei Zahlungsverzug Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe sowie weitere durch das Gesetz bestimmte Folgen und Kosten bei den säumigen Kunden geltend zu machen. Im Fall von Kunden, die Unternehmer sind, ist der Verkäufer berechtigt, mindestens Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem jeweils geltenden Basiszinssatz geltend zu machen. Die Verpflichtung des Kunden zur Zahlung von Verzugszinsen schließt die Geltendmachung weiterer Verzugsschäden durch den Verkäufer nicht aus. Zu den Verzugsschäden gehören Kosten der Rechtsdurchsetzung, wie z. B. Kosten für Rechtsberatung, Mahnverfahren oder Inkasso.
Kunden können ihr Zurückbehaltungsrecht nur ausüben, soweit die Ansprüche aus dem gleichen Vertragsverhältnis resultieren.
10. Eigentumsvorbehalt
Tritt der Verkäufer in Vorleistung, verbleiben die gelieferten Produkte bis zur vollständigen Bezahlung im Eigentum des Verkäufers.
Für Kunden, die Unternehmer sind, gelten die folgenden Regeln für die Produkte, die bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Verkäufers bleiben (im Folgenden "Vorbehaltsware" genannt):
Der Verkäufer behält sich das Eigentum an der Vorbehaltsware bis zur vollständigen Begleichung aller Forderungen aus einer laufenden Geschäftsbeziehung vor. Der Kunde ist verpflichtet, solange das Eigentum noch nicht auf ihn übergegangen ist, die Vorbehaltsware pfleglich zu behandeln. Insbesondere ist er verpflichtet, diese, sofern angemessen oder branchenüblich, auf eigene Kosten gegen Diebstahl-, Feuer- und Wasserschäden ausreichend zum Neuwert zu versichern. Müssen Wartungs- und Inspektionsarbeiten durchgeführt werden, hat der Kunde diese auf eigene Kosten rechtzeitig auszuführen.
Die Verarbeitung oder Umbildung der Vorbehaltsware durch den Kunden wird stets für den Verkäufer vorgenommen. Wird die Vorbehaltsware mit anderen, dem Verkäufer nicht gehörenden Gegenständen verarbeitet, so erwirbt der Verkäufer das Miteigentum an der neuen Sache im Verhältnis des Wertes der Vorbehaltsware zu den anderen verarbeiteten Gegenständen zur Zeit der Verarbeitung. Für die durch Verarbeitung entstehende Sache gilt im Übrigen das Gleiche wie für die Vorbehaltsware.
Der Kunde tritt auch die Forderung zur Sicherung der Forderungen gegen ihn ab, die durch die Verbindung der Vorbehaltsware mit einem Grundstück gegen einen Dritten erwachsen. Zugriffe Dritter auf die im Eigentum oder Miteigentum des Verkäufers stehenden Güter sind vom Kunden unverzüglich anzuzeigen. Durch solche Eingriffe entstehende Kosten für eine Drittwiderspruchsklage oder Kosten für eine außerprozessuale Freigabe trägt der Kunde.
Der Kunde ist berechtigt, die Vorbehaltsware im ordentlichen Geschäftsgang weiterzuverkaufen. Die aus Weiterverkauf oder sonstigem Rechtsgrund bezüglich der Vorbehaltsware entstehenden Forderungen (einschließlich sämtlicher Saldoforderungen aus Kontokorrent) tritt der Kunde bereits sicherungshalber in vollem Umfang an den Verkäufer ab. Der Verkäufer ermächtigt den Kunden widerruflich, die an den Verkäufer abgetretenen Forderungen für seine Rechnung und in seinem eigenen Namen einzuziehen. Diese Einzugsermächtigung kann widerrufen werden, wenn der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachkommt.
Der Verkäufer verpflichtet sich, die ihm zustehenden Sicherheiten auf Verlangen des Kunden freizugeben, soweit ihr Gesamtverkaufswert die Summe aller noch offenen Forderungen des Verkäufers aus der Geschäftsverbindung um mehr als 10 % (bei Vorliegen eines Verwertungsrisikos um mehr als 50 %) übersteigt. Die Auswahl der freizugebenden Sicherheiten obliegt dem Verkäufer.
11. Lieferung, Warenverfügbarkeit
Die bestellten Waren werden an die angegebene Lieferanschrift geliefert, sofern keine abweichenden Vereinbarungen getroffen wurden.
Sofern eine Warenlieferung aus Gründen, die der Kunde zu verantworten hat, scheitert, trägt der Kunde die durch die Hin- und Rücksendung entstandenen Kosten im angemessenen Umfang. Sofern die Kosten durch die Ausübung des Widerrufsrechts für Verbraucher entstehen, gilt die vorgenannte Kostentragungspflicht nur für die Hinsendekosten, während für die Rücksendekosten die Regelungen in der Widerrufsbelehrung gelten.
Sollte die Zustellung der Ware durch Verschulden des Kunden trotz dreimaligem Auslieferversuch scheitern, kann der Verkäufer vom Vertrag zurücktreten. Gegebenenfalls geleistete Zahlungen werden dem Kunden unverzüglich erstattet.
Wenn die bestellte Ware nicht verfügbar ist, weil der Verkäufer mit diesem Produkt von seinem Lieferanten ohne eigenes Verschulden, insbesondere im Hinblick auf die Sicherstellung der Belieferung und ein ihm mögliches sowie zumutbares Bemühen, nicht beliefert wird, kann der Verkäufer vom Vertrag zurücktreten. In diesem Fall wird der Verkäufer den Kunden unverzüglich informieren und ihm gegebenenfalls die Lieferung einer vergleichbaren Ware vorschlagen. Wenn keine vergleichbare Ware verfügbar ist oder der Kunde keine Lieferung einer vergleichbaren Ware wünscht, wird der Verkäufer dem Kunden gegebenenfalls bereits erbrachte Gegenleistungen unverzüglich erstatten.
Liefer- und Leistungsverzögerungen aufgrund höherer Gewalt und aufgrund von unvorhersehbaren Ereignissen, die dem Verkäufer die Lieferung wesentlich erschweren oder unmöglich machen, hat der Verkäufer gegenüber Kunden, die Unternehmer sind, auch bei verbindlich vereinbarten Fristen und Terminen nicht zu vertreten. In diesem Fall ist der Verkäufer berechtigt, die Lieferung bzw. Leistung um die Dauer der Behinderung zuzüglich einer angemessenen Anlauffrist hinauszuschieben. Das Recht zur Hinausschiebung der Frist gilt gegenüber Kunden, die Unternehmer sind, auch in Fällen unvorhersehbarer Ereignisse, die auf den Betrieb eines Vorlieferanten einwirken und weder von ihm noch von dem Verkäufer zu vertreten sind. Während der Dauer dieser Behinderung ist der Kunde ebenfalls von seinen vertraglichen Verpflichtungen entbunden, insbesondere der Zahlung. Ist die Verzögerung dem Kunden nicht zuzumuten, kann dieser nach einer von ihm zu setzenden angemessenen Frist oder nach einvernehmlicher Rücksprache mit dem Verkäufer durch schriftliche Erklärung vom Vertrag zurücktreten.
Kunden werden gebeten, offensichtliche Transportschäden möglichst sofort bei dem Transportunternehmen bzw. Frachtführer anzuzeigen oder ansonsten die Transportschäden uns mitzuteilen. Hieraus entsteht für die Kunden, die Verbraucher sind, keine Verpflichtung; die Nichtanzeige schränkt die gesetzlichen Rechte des Kunden sowie die Durchsetzung dieser Rechte, insbesondere die Gewährleistungs- und Widerrufsrechte, nicht ein.
12. Erwerb von Guthaben
Diese AGB gelten entsprechend für den Verkauf von Guthaben, die Geldwerte verkörpern. Kunden können mit den vom Verkäufer zur Verfügung gestellten Zahlungsmitteln Guthaben erwerben, die in ihrem Kundenkonto gespeichert werden. Diese Guthaben können von den Kunden eingelöst werden, um die Produkte und Dienstleistungen des Verkäufers zu erwerben bzw. in Anspruch zu nehmen, die den Kunden zur Einlösung angeboten werden. Der Verkäufer teilt den Kunden mit, welche Produkte mit dem Guthaben eingelöst werden können. Darüber hinaus stellt das Guthaben keinen rechtlich anerkannten Vermögenswert außerhalb des Angebots des Verkäufers dar.
Das Guthaben kann nur mit Zustimmung des Verkäufers auf Dritte übertragen werden.
Guthaben, die vom Kunden oder Dritten zugunsten des Kunden eingezahlt wurden, sind grundsätzlich nicht rückzahlbar (d. h. nicht auszahlbar oder sonst erstattbar). Der Ausschluss der Rückzahlung lässt jedoch die gesetzlichen Widerrufs-, Rücktritts-, Kündigungs-, Gewährleistungs- und Mängelrechte sowie sonstige zwingende Rechte des Kunden unberührt und schränkt seine diesbezüglichen Zahlungs- und sonstigen Ansprüche nicht ein. Ebenso wird der Rückzahlungsanspruch nicht eingeschränkt, sofern das hinterlegte Guthaben nicht verjährt ist. Die Verjährungsfrist beginnt drei Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die letzte Zahlung auf das Guthaben geleistet wurde.
13. Verkauf von Gutscheinen
Diese AGB gelten entsprechend für den Verkauf von Gutscheinen, die Sach- oder Geldwerte verkörpern.
Die bestellten Gutscheine werden dem Kunden an die angegebene E-Mail-Adresse zugesandt.
Die bestellten Gutscheine werden dem Kunden an die angegebene Lieferadresse postalisch zugesandt.
Die bestellten Gutscheine werden dem Kunden im Kundenkonto bereitgestellt, sofern ein Kundenkonto angelegt wurde.
14. Herstellung und Verarbeitung nach Vorgaben des Kunden
Beinhaltet die vertragliche Vereinbarung zwischen den Vertragsparteien, dass der Verkäufer das zu liefernde Produkt nach Vorgaben des Kunden herstellt oder verarbeitet, ist der Kunde verpflichtet, die zur Erbringung der Leistung erforderlichen Informationen und Materialien dem Verkäufer bereitzustellen sowie Mitwirkungshandlungen anzubieten (nachfolgend zusammenfassend als "Mitwirkung" bezeichnet).
Der Kunde wird über seine erforderliche Mitwirkung im Rahmen der Produktbeschreibung bzw. des Bestellprozesses informiert.
Bei der Erfüllung seiner Mitwirkungspflichten muss der Kunde insbesondere bei der Bereitstellung von Informationen und Materialien das vereinbarte Format, den vereinbarten Übermittlungsweg sowie weitere vereinbarte technische Vorgaben und Fristen beachten.
Der Kunde verpflichtet sich, nur solche Informationen und Materialien bereitzustellen sowie Mitwirkungshandlungen vorzunehmen, deren vertragsgemäße Verarbeitung durch den Verkäufer nicht gegen das geltende Recht sowie nicht gegen Schutzrechte Dritter verstößt. Der Kunde verpflichtet sich insbesondere sicherzustellen, dass er über die für die Verarbeitung durch den Verkäufer nötigen Nutzungs- und Verfügungsrechte verfügt. Der Verkäufer ist nicht dazu verpflichtet, die Rechtmäßigkeit der Mitwirkung des Kunden zu überprüfen.
Der Verkäufer trägt keine Kosten für die Mitwirkung des Kunden.
Der Kunde stellt den Verkäufer, seine Mitarbeiter und Vertreter von der Haftung und/oder Ansprüchen von Behörden oder Dritten frei, die im Zusammenhang mit der Mitwirkung des Kunden entstehen und die der Kunde zu vertreten hat. Die Freistellung umfasst auch alle erforderlichen und angemessenen Rechtsverteidigungskosten. Ferner unterstützt der Kunde den Verkäufer in diesem Fall bei der Abwehr der Ansprüche durch zumutbare und erforderliche Mitwirkungshandlungen sowie Informationen.
Der Verkäufer ist auf Grundlage einer sachgerechten Abwägung berechtigt, Verarbeitungsaufträge – auch nach Vertragsschluss – zurückzuweisen, bei denen der Verkäufer aufgrund objektiver Anhaltspunkte von einem Verstoß gegen die geltende Rechtslage, Rechte Dritter oder die guten Sitten ausgehen darf (das gilt insbesondere bei jugendgefährdenden, diskriminierenden, beleidigenden oder verfassungsfeindlichen Informationen und Materialien).
15. Aktionsgutscheine
Als „Aktionsgutscheine" werden Gutscheine verstanden, die im Rahmen von zum Beispiel Promotionsaktionen unentgeltlich von dem Verkäufer herausgegeben werden (z. B. Rabattgutscheine mit prozentualen oder festen Nachlässen). Keine Aktionsgutscheine stellen dagegen Gutscheine dar, die einen bestimmten Geld- oder Sachwert verkörpern und von dem Kunden als Produkt erworben werden.
Aktionsgutscheine können nur zu den mitgeteilten Bedingungen berücksichtigt werden, unter Beachtung von Einschränkungen, z. B. der Geltung für bestimmte Produktgruppen, Nutzungshäufigkeit und insbesondere nur innerhalb der angegebenen Frist.
Sofern nicht anders angegeben, können Aktionsgutscheine nicht mit anderen Aktionsgutscheinen kombiniert werden.
Sofern nicht anders angegeben, dürfen die an Empfänger ausgehändigten Aktionsgutscheine nicht auf Dritte übertragen werden.
Vom Verkäufer herausgegebene Aktionsgutscheine dürfen nur bei dem Verkäufer eingelöst werden.
Sofern nicht anders angegeben, können Aktionsgutscheine nur vor Abschluss des Bestellvorgangs eingelöst werden.
Sofern nach Einlösung eines Aktionsgutscheins ein noch zu zahlender Betrag verbleibt, kann dieser mit den von dem Verkäufer angebotenen Zahlungsmöglichkeiten beglichen werden.
Sofern ein Aktionsgutschein einen Warenwert übersteigt, wird er nur bis zur Höhe des Warenwertes berücksichtigt, ohne dass eine Auszahlung des Restbetrages erfolgt.
16. Widerrufsbelehrung
Die Informationen zum Widerrufsrecht für Verbraucher ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung des Verkäufers.
17. Änderung der AGB
Der Verkäufer behält sich das Recht vor, diese AGB im Falle von Dauerschuldverhältnissen (d. h. über einen längeren Zeitraum laufenden Verträgen, in deren Rahmen Leistungen und/oder Gegenleistungen erbracht werden), jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in den folgenden Fällen zu ändern:
a) Wenn die Änderung dazu dient, eine Übereinstimmung der AGB mit dem anwendbaren Recht herzustellen, insbesondere wenn sich die geltende Rechtslage ändert;
b) Wenn die Änderung dem Verkäufer dazu dient, zwingenden gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen nachzukommen;
c) Wenn völlig neue Dienstleistungen oder Dienstleistungselemente sowie technische oder organisatorische Prozesse eine Beschreibung in den AGB erfordern;
d) Wenn die Änderung lediglich vorteilhaft für die Kunden ist.
Im Falle von Kunden, die Unternehmer sind, können Änderungen auch neben den genannten Fällen vorgenommen werden, sofern sie für den Kunden zumutbar, angemessen und sachlich gerechtfertigt sind.
Der Verkäufer wird die geänderten AGB mindestens zwei Wochen vor ihrem Inkrafttreten an die vom Kunden beim Verkäufer hinterlegte E-Mail-Adresse senden. Wenn ein Kunde nicht innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt der E-Mail gegen die neuen AGB Widerspruch erhebt, gelten die geänderten AGB als vom Kunden akzeptiert. Mit der Benachrichtigung über die Änderung wird der Verkäufer die Kunden über die Folgen einer Nichtanfechtung informieren. Die Kunden können den geänderten AGB auch durch ausdrückliche Zustimmung zustimmen.
18. Schlussbestimmungen
Die Rechtsbeziehungen zwischen dem Kunden, sofern dieser Unternehmer ist, und dem Verkäufer unterliegen ausschließlich dem Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
Der Gerichtsstand befindet sich am Sitz des Verkäufers, wenn der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist oder der Kunde im Sitzland des Verkäufers keinen allgemeinen Gerichtsstand hat. Das Recht des Verkäufers, einen anderen zulässigen Gerichtsstand zu wählen, bleibt vorbehalten.
19. Streitschlichtung und Verbraucherstreitbeilegung
Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die Sie unter https://ec.europa.eu/consumers/odr/ finden. Verbraucher haben die Möglichkeit, diese Plattform für die Beilegung ihrer Streitigkeiten zu nutzen.
Wir sind nicht bereit und nicht verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherstreitschlichtungsstelle teilzunehmen.